Ausbildungsgrundlagen

Die Berufe der Anästhesietechnischen und Operationstechnischen Assistenz sind seit dem 01.01.2022 staatlich anerkannt. Unter dieses Gesetz fallen auch die Berufe der Operationstechnischen Anstellung und der Medizinisch-Technischen Assistent:innen im Operationsdienst. Grundlage für die Legitimierung der Berufe ist das Bundesgesetz über die Ausbildung zur Anästhesietechnischen Assistentin und zum Anästhesietechnischen Assistenten und über die Ausbildung zur Operationstechnischen Assistentin und zum Operationstechnischen Assistenten (ATA-OTA-G), welches am 14.12.2019 verabschiedet wurde. Dieses Gesetz wird ergänzt durch die Ausbildungs- und Prüfungsverordnung über die Ausbildung zur Anästhesietechnischen Assistentin und zum Anästhesietechnischen Assistenten und über die Ausbildung zur Operationstechnischen Assistentin und zum Operationstechnischen Assistenten (ATA-OTA-APrV), welche am 04.11.2020 verabschiedet wurde.

ATA-OTA-Gesetz
ATA-OTA-APrV

Bestandsschutz

Alle Kolleginnen und Kollegen, die ihre Ausbildung zur/zum ATA, OTA, OT-Angestellten oder MTAO bereits abgeschlossen haben, haben ein gesetzlich festgelegtes Recht auf Bestandsschutz. Auch allen Auszubildenden, die ihre Ausbildung vor dem 31.12.2021 begonnen haben, steht dieses Recht zu. Der Bestandsschutz ist in den §§69-71 ATA-OTA-G geregelt. Die nachträgliche Anerkennung des Bestandsschutzes ist ein Verwaltungsverfahren, der einen Antrag bei der zuständigen Landesbehörde erfordert, in dem die Ausbildung absolviert wurde.

Hinweis: Wir haben im August 2021 alle Landesbehörden kontaktiert und um Zusammenarbeit gebeten. Nicht alle Behörden sind unserer Bitte nachgekommen. Wir möchten euch die Informationen jedoch gern zur Verfügung stellen. Bitte habt dafür Verständnis, dass die benötigten Informationen noch nicht für alle Bundesländer vorliegen. Wir arbeiten an einer kontinuierlichen Erstellung der Informationen und aktualisieren die Seite täglich. Für eure Updates per Mail sind wir euch sehr dankbar. Euer Team ATAIOTA.

Berlin

Das Landesamt für Gesundheit und Soziales ist die zuständige Behörde im Stadtstaat. Den notwendigen Antrag findest du hier. Dieser wird nur bearbeitet, wenn er mit allen notwendigen Unterlagen per Post eingereicht wird. Für eine schnellere Bearbeitung bitte dem Stellenzeichen in der Anschrift ein OE hinzufügen: "IV H 2 OE". Das Abschlusszeugnis bedarf einer amtlichen Beglaubigung.

Hessen

Das Regierungspräsidium Darmstadt ist die zuständige Landesbehörde in Hessen. Die notwendigen Anträge liegen auf der Homepage des Regierungspräsidiums Darmstadt zum Download bereit.

Niedersachsen

Das Niedersächsische Landesamt für Soziales, Jugend und Familie wird für die Anerkennung in Niedersachsen verantwortlich sein. Hier fehlt derzeit allerdings ein entsprechender Erlass des Niedersächsischen Ministeriums für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung. Antragstellungen sind somit noch nicht möglich.

Sachsen

In Sachsen muss die zuständige Behörde noch durch das Sächsische Staatsministerium für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt bestimmt werden. Die Information, dass der Kommunale Sozialverband Sachsen zuständig ist, ist nicht mehr aktuell (Stand: 14.01.2022).